Dr. med. Charlotte Neidhardt
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Anfallsleiden (Neurologie - nur privat)

Nicht jeder Anfall ist epileptisch. Die Unterscheidung der Anfallsarten erfolgt durch epileptologisch spezialisierte Nervenärzte. Die Behandlung, die sich aus der Diagnostik ableitet, ist in jedem Fall erforderlich.
Es gibt Gelegenheitsanfälle, die durch vorliegende Einflüsse ausgelöst werden können:
  • Medikamente
  • Schlafentzug
  • Alkohol
  • Hyperventilation
  • Stoffwechselstörungen
Die epileptischen Anfallsleiden werden in zwei Gruppen eingeteilt. Es gibt fokale und generalisierte Anfälle. Ursache ist eine höhere Erregbarkeit der Gehirnzellen.

Symptome:
  • Aura mit psychischen Symptomen (Veränderung der Sinneswahrnehmung, Halluzinationen, Deja-vu Gefühl). Unerklärliche wiederkehrende, gleichartige Missempfindungen.
  • Absence: der Patient ist einige Sekunden abwesend, er hat einen starren Blick und reagiert nicht auf Ansprache
  • tonische Anfälle, bei denen der Patient stürzt.
Diagnose:
  • Krankengeschichte
  • Anfallsbeschreibung durch den Anfallszeugen
  • Neurologische Untersuchung
  • EEG
  • CT, Kernspintomographie => evtl. nachweisbare Hirnschädigungen
(Differential Diagnose: Synkope, Psychogener Anfall)

Therapie:

Die Behandlung zielt auf die Vermeidung der Anfälle seitens des Patienten - eine Änderung seiner Lebensweise kann nötig sein und/oder die Behandlung mit einem Antiepileptikum. In jedem Fall ist eine fachliche Begleitung erforderlich um die soziale Situation des Patienten zu erhalten oder zu verbessern.

Generalisierte Anfälle:

Bei diesen Anfällen ist das gesamte Gehirn von den Entladungen betroffen. Hierzu zählen Petit mal Anfälle und Grand mal Anfälle.
Die Symptome sind folgende:
  • Initialschrei des Patienten
  • Tonische Krämpfe (Beine sind überstreckt, Arme gebeugt oder überstreckt)
  • Klonische Zuckungen
Fokale Anfälle:

Bei den Herdanfällen sind nur einzelne Hirnareale betroffen. Die Symptome beschränken sich auf die entsprechende Körperregion. Ursache ist z.B. ein Tumor.

Bei dieser Art der Anfälle kommt es zu Empfindungsstörungen, Wahrnehmungsstörungen oder motorischen Symptomen. Dies hängt von der Hirnregion ab, die betroffen ist.

Außerdem gibt es noch komplex-fokale Anfälle. Zusätzliches Symptom ist die Bewusstseinsstörung. Alle wiederholen sich in immer gleicher Weise.

Status epilepticus:

Reihen sich mehrere epileptische Anfälle aneinander, ohne dass der Patient das Bewusstsein erlangt, spricht man von einem Status epilepticus => dies ist ein lebensbedrohlicher Zustand.